Erfahrungsbericht zum Freiwilligendienst
in der Lebenshilfe Bad Dürkheim

Was viele Schüler gar nicht wissen: Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bei der Lebenshilfe kann in vielen verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel in der Schreinerei, auf dem Bio-Bauernhof, in der Mediengruppe, aber auch im Bereich der Heilerziehungsberufe absolviert werden.

Leon Hofmann, Abiturjahrgang 2018, hat sich für ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ im Weinbau der Lebenshilfe entschieden. Warum?

Du hast Dich für den Weinbau entschieden. Warum bietet sich ein FSJ überhaupt an?

Leon: Das FSJ dient zur Überbrückung der Zeit bis zum nächsten Ausbildungsjahr oder Beginn des Studiums. So hat man einfach mehr Zeit, um einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden.

Wie kamst Du auf die Idee, ein FSJ zu machen?

LEON: Durch ältere Freunde, die auch in der Lebenshilfe ihr Freiwilliges Soziales Jahr gemacht hatten. Sie waren auch auf dem WHG und wussten nach dem Abi zunächst nicht, wie es weitergehen soll.

Wie wurdest Du auf das Angebot der Lebenshilfe aufmerksam?

LEON: Ich war schon als Kind oft Besucher des Parkfests der Lebenshilfe. Meine Mutter hat mir außerdem vom Weinbau der Lebenshilfe erzählt, das hat mich neugierig gemacht. Daher habe ich mich noch auf der Website (www.lebenshilfe-duew.de/freiwillige) informiert.

Die Dauer eines FSJ bei der Lebenshilfe ist ja zeitlich recht flexibel, sowohl Beginn als auch Dauer sind nicht „in Stein gemeißelt“. Wie lange engagierst Du Dich dort?

LEON: Ich bin seit 01.08.2018 dort und bleibe bis zum 31.07.2019.

Jetzt mal konkreter, wie sieht denn Dein üblicher Tagesablauf aus?

LEON: Durch das FSJ habe ich nach dem Abitur wieder einen geregelten Tagesablauf gehabt: Arbeitsbeginn im Weinbau ist um 7:30 Uhr, die morgendliche Besprechung geht dann ca. eine halbe Stunde. Von 8 bis um 12 Uhr geht es dann mit einem Team von ca. 8 Betreuten raus ins Feld, um gemeinsam typische Aufgaben eines Winzers zu erledigen (im Herbst z.B. die Weinlese, im Winter Holz rausziehen). Nach der einstündigen Mittagspause, bei der man auch in der betriebseigenen Kantine essen kann, geht es dann nachmittags wieder ins Feld. Gegen 16 h ist dann Feierabend.

Und was ist Deine Lieblingstätigkeit?

LEON: Ganz klar die Weinlese, bei der wir jeden Morgen alle zusammen draußen im Feld frühstücken. Die Seminare während des FSJ waren auch immer richtig cool.

Gibt es bei Deiner Arbeit etwas, was Du gar nicht gerne tust?

LEON: Nein! Nichts! Es gibt zwar immer wieder Sachen, die man nicht so gerne macht, aber das gehört dazu und man gewöhnt sich daran.

Was betrachtest Du als Deinen persönlichen Profit aus dem FSJ?

LEON: Ich habe sehr viel Lebenserfahrung gewinnen können. Jetzt gehe ich auch viel unbefangener mit Menschen um. Aber ich habe mir auch viel Wissen über Weinbau im Allgemeinen aneignen können.

Wie geht es für Dich nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr weiter?

LEON: Ich habe die Zusage für einen Ausbildungsplatz als Elektroniker in der BASF. Es war ein großer Pluspunkt bei meiner Bewerbung, das ich ein Freiwilliges Soziales Jahr vorweisen konnte, das wird bei Arbeitgebern wohl sehr gerne gesehen. Für manche Berufe oder Studiengänge ist ein Nachweis über ein Jahrespraktikum nötig, hierbei werden das Freiwillige Soziale Jahr der Lebenshilfe Bad Dürkheim anerkannt. Ich habe gehört, dass sich auch die Dauer einer anschließenden Ausbildungszeit durch ein FSJ reduzieren kann.

Hast Du denn noch Tipps für Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasium Bad Dürkheim?

LEON: Ja klar: Macht ein Freiwilliges Soziales Jahr, für Reisen ins Ausland hat man auch noch genug Zeit. Ich war vor Beginn des FSJ auch einen Monat lang mit einem Interrail Ticket auf Reise. Mit einem FSJ tut man etwas Sinnvolles und hat auch noch Spaß dabei.

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