Malwerkstatt

04_Lebenshilfe Konzeption:

"Kunst hat mit Wildnis zu tun. Sie entsteht an den Rändern der Zivilisation, der gesellschaftlichen und der seelischen. Ihr Ort ist die Grenze, dort, wo das andere beginnt: das Unheimliche, das Wüste, das radikal Gute, das so unheimlich ist, wie das radikal Böse.


Die Kunst blickt von der Ordnung in die Wildnis und von der Wildnis in die Ordnung. Sie ist aufrührerisch und unendlich begütigend. Sie hält es mit den Banditen und den Engeln...sie ist unvorhersehbar...sie lässt sich nicht steuern..."
(Peter von Matt)


Die Anfänge der Malwerkstatt gehen in die neunziger Jahre zurück und gründen auf der Idee und Initiative des damaligen Heimleiters Volker Kühnemund und des Mannheimer Künstlers Wolfgang Sautermeister.

Zunächst als Angebot zur sinnvollen Freizeitgestaltung für Bewohner unserer Wohnstätten konzipiert, hat sie sich schnell zu einem Ort entwickelt, an dem Kunst entsteht, wo Bilder gemalt werden und zwar losgelöst von Methoden der Erwachsenenbildung und eines an Behinderung angelehnten pädagogischen Überbaus.

Sie ist kein Therapieangebot, sondern ein Atelier, das Freiraum für kreativen Ausdruck, persönliche Entwicklung und Selbstbestimmung bietet.

Nach mehreren Ausstellungen in eigenen Räumen, im Landkreis und über die Region hinaus ist das öffentliche Interesse an der Malwerkstatt gestiegen. Das hat zum Selbstbewusstsein der Künstlerinnen und Künstler beigetragen und gleichzeitig einen wichtigen Teil unseres Gesamtbildes in der Öffentlichkeit geprägt.

Als Ort, an dem behinderte Menschen sich in ihrer Individualität entfalten und in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln können und an dem über Ausstellungen auch Integration konkret gelebt wird, ist die Malwerkstatt Ergebnis und gleichzeitig Motor unserer Gesamtkonzeption.

Paula_Degenhardt_Kopie